16.03.2025
Zwischen Meisterkampf und Trainer-Abschied

Volle Konzentration im Spitzenspiel: Spielertrainer Julian Schröder (Zweiter von links) brieft sein Team in einer Auszeit gegen die TG Konz II. In Boppard geht es um die Meisterschaft. Foto: Jürgen Augst
Volleyball-Verbandsliga Nord: Hans-Jürgen Schröder hört am Saisonende auf – Männer gegen Bad Salzig II
Etzbach. Für die Etzbacher Verbandsliga-Volleyballteams geht es in den finalen Auswärtsspielen der Saison um einiges. Während das Männerteam weiter auf die Meisterschaft schielt, wollen die Frauen ihrem Trainer den Abschied versüßen. Noch drei Spiele, dann hört Hans-Jürgen Schröder als Übungsleiter auf.
1. TV sebamed Bad Salzig II – SSG Etzbach (So., ab 10 Uhr). „Das wird das richtungsweisende Spiel für die Meisterschaft. Wir wollen versuchen, das Spiel am Sonntag zu gewinnen, um dann mit einem ordentlichen Vorsprung in die letzten beiden Heimspiele zu gehen“, blickt Etzbachs Spielertrainer Julian Schröder vor dem Spitzenspiel voraus. „Wenn wir am Sonntag als Sieger vom Feld gehen, wird uns die Meisterschaft nicht mehr zu nehmen sein“, betont er.
Im Spiel Erster gegen Zweiter will die SSG an Bad Salzig vorbeiziehen. Die Vorzeichen stehen gut für einen Auswärtssieg. „Wir hatten auch mit der Erkältungswelle zu tun. Aktuell sieht es aber so aus, dass wir am Sonntag mit zehn Spielern anreisen werden und somit auf allen Positionen durchrotieren können“, erklärt Schröder. Besonders erfreulich ist, dass Tim Kölschbach nach langer Pause am Sonntag dabei ist. Letzte Saison gehörte er noch zum festen Bestandteil des Teams, am Sonntag wird er sein erstes Spiel in dieser Saison machen.
Der Etzbacher Spielertrainer weiß allerdings, was auf seine Mannschaft zukommt: „Bad Salzig hat eine sehr junge und gute Mannschaft mit sehr vielen Auswahlspielern. Wenn wir sie ins Spiel kommen lassen, wird es schwierig. Wenn wir die Partie lange offen halten können, bin ich davon überzeugt, dass wir aufgrund unserer Erfahrung einen Vorteil haben werden“.
2. SG Koblenz-Maifeld-Volleys II – SSG Etzbach (So., 10 Uhr). „Für mich wird es das letzte Auswärtsspiel als Trainer sein“, erklärt Hans-Jürgen Schröder, „ich höre nach der Saison auf.“ Er habe es „jetzt lange genug gemacht“, erläutert er die Gründe für seinen Schlussstrich. „Ich habe auch immer noch eine bisschen andere Einstellung zu der ganzen Sache“, so der (Noch-)Trainer weiter – und lässt ein wenig Raum für Interpretation.
Der erfahrene Trainer musste in dieser Saison immer wieder in seiner Aufstellung improvisieren, am Sonntag habe er aber sieben Spielerinnen zur Verfügung. Katja Gerhards, die eigentlich nur als Stand-by-Spielerin in dieser Saison agieren wollte, war des Öftern dabei, wird am Sonntag aber krankheitsbedingt fehlen. Rebecca Hassani weilt im Urlaub und wird auch im finalen Doppel-Heimspieltag nicht mit von der Partie sein. „Wir haben eine gute Mannschaft. Ich denke wir werden siegen, ich schätze deren Zweite nicht so stark ein wie die dritte Mannschaft.“
Die Nachfolge Schröders sei noch nicht geklärt. „Ich und wir wollen erst einmal die Saison vernünftig zu Ende bringen. Ich würde die restlichen Spiele zum Abschluss gerne noch gewinnen. Danach wird dann alles andere geklärt“, zeigt sich der SSG-Trainer motiviert. Gut möglich das eine Nachfolgerin als Spielertrainerin aus der eigenen Reihe agieren wird.