01.04.2025
Volleyball-Verbandsliga Nord: SSG-Männer sind Meister, entscheiden sich aber gegen Aufstieg – Frauen sichern sich die Vizemeisterschaft
Ein ganz besonderer Tag liegt hinter den Volleyballteams der SSG Etzbach. In einer Doppelveranstaltung in der Großsporthalle in Hamm verabschiedeten sich die Verbandsliga-Volleyballerinnen und -Volleyballer mit vier Siegen aus der Saison und bereiteten so den scheidenden Trainern Julian und Hans-Jürgen Schröder einen gebührenden Abschied.
Während die Frauen ihre Saison mit der Vizemeisterschaft veredelten, krönten sich die Männer mit dem Meistertitel. Am Tag nach dem Erfolg richtete sich dann bereits der Blick in die kommende Saison, in der die SSG-Männer trotz Aufstiegsrecht in der Verbandsliga verbleiben werden. Die Trainer-Nachfolgen wurden auch bereits geklärt.
Verbandsliga Nord, Männer
SSG Etzbach – TV Vallendar 3:0 (25:19, 25:19, 28:26) / SSG Etzbach – TSV Emmelshausen 3:0 (25:11, 25:23, 25:20). Zwei klare Siege fehlten den Männern des SSG Etzbach vor dem Wochenende, um den Meisterschaftstitel perfekt zu machen. Dabei benötigte die Mannschaft von Spielertrainer Julian Schröder zwei Siege gegen den Tabellenletzten des TV Vallendar und den Tabellenvorletzten des TSV Emmelshausen. Beide Spiele gewannen die Etzbacher mit 3:0, was der anschließenden Partysause freien Lauf ließ.
„Wir hatten im ersten Spiel gegen Vallendar mehr Arbeit als gedacht“, betonte Schröder nach der Begegnung. Die Anspannung der Spieler war förmlich zu spüren. Immerhin ging es um nicht weniger als den Meistertitel und die dadurch einhergehende Möglichkeit, aufzusteigen. „Vallendar hat das über weite Strecken gut gemacht, wir mussten über die volle Distanz alles reinwerfen, haben uns dem Gegner aber teilweise auch angepasst“, erklärte der SSG-Trainer.
Im letzten Satz lagen die Etzbacher zwischenzeitlich mit 15:20 hinten, konnten diesen aber noch zum 28:26-Endstand gewinnen. „Da habe ich gemerkt, dass jeder Einzelne die Meisterschaft klar machen will“, freute sich Schröder.
„Die ersten zwei Sätze von uns waren enorm gut. Im dritten Satz ging uns dann ein bisschen die Luft aus und wir mussten einem Rückstand hinterherlaufen“, blickte Schröder zurück. Doch die Etzbacher wollten an diesem Tag, der ihnen noch lange in Erinnerung bleiben wird, keinen Satz herschenken. „Das war natürlich dann der perfekte Abschluss für diese Saison und auch für mich persönlich. Danach haben wir ziemlich ordentlich gefeiert, das hatte sich auch jeder verdient nach dieser Saison“, erklärte er. Die Etzbacher starteten die Partysause zusammen mit dem Frauen-Team, welches sich am selben Tage zum Vizemeister krönte. Für den scheidenden Trainer der SSG-Männer war der Tag „rundum gelungen und genauso wie ich ihn mir vorgestellt hatte“.
Einen Tag nach der Party entschlossen die Etzbacher gemeinsam als Team, den Aufstieg in die Rheinland-Pfalz-Liga nicht wahrzunehmen. „Wir haben uns dazu entschieden, nicht aufzusteigen und das Projekt Titelverteidigung in der Verbandsliga in Angriff zu nehmen“, erklärte der scheidende Trainer Julian Schröder. Für ihn an der Seitenlinie übernehmen ab der neuen Saison René Gerhards und Erwin Tjart, welche beide auch weiterhin als Spieler auflaufen werden. „Da bei manchen Spielern noch fraglich ist, inwiefern sie uns noch zur Verfügung stehen, haben wir uns entschlossen die enorm weiten Fahrten in der Rheinland-Pfalz-Liga nicht anzutreten. Wir bleiben lieber mit der Trainerumstellung und dem gleichen Team in der Verbandsliga Nord und wollen da wieder oben mitspielen“, erklärte Schröder.
Für Etzbach spielten: Mertgen, Aurand, Gerhards, Tjart, Schröder, Vargas-Orta, Kölschbach, Hombach, Neufeld, Becker, Raddatz, Schuhmacher.
Verbandsliga Nord, Frauen
SSG Etzbach – TG Konz 3:2 (23:25, 25:18, 25:19, 19:25, 15:12) / SSG Etzbach – TV Feldkirchen 3:1 (25:21, 25:18, 17:25, 25:14). Auch beim Frauen-Team der SSG stand der Abschied des scheidenden Trainers im Fokus. Wie für seinen Sohn Julian bei den Männern, war es auch für Vater Hans-Jürgen-Schröder bei den Frauen sein letzter Auftritt als Trainer. Und über die beiden finalen Auftritte konnte der erfahrene Trainer nicht stolzer sein. „Sie haben richtig gut gespielt“, lobte Schröder seine Volleyballerinnen. „Alle durch die Bank weg“, betonte er. Gegen den designierten Meister aus Konz starteten die Etzbacherinnen mit einem 0:1-Satzrückstand in die Partie. Der erste Satz an diesem besonderen Tag hätte aber auch gut und gerne in die eigene Richtung pendeln können. „Es wäre auch ein 3:1-Sieg möglich gewesen“, fand Schröder. Im Entscheidungssatz behielten die Gastgeberinnen die Nerven und schenkten Trainer Schröder den ersten von zwei Siegen zum Abschied.
Durch „ein paar einfache Fehler in der Annahme“ kamen die Gäste zu ihren Satzerfolgen. Das störte am Ende aber keinen so richtig. „Man darf nicht vergessen, dass sie bis zum Samstag kein Spiel verloren hatten“, hob Schröder die eigene Leistung noch einmal hervor. Spiel zwei wurde dann deutlicher, auch wenn die Etzbacherinnen den dritten Satz abgeben mussten. Die SSG-Volleyballerinnen durften sich da aber auch über die Unterstützung des Männerteams freuen. „Nach deren 3:0-Siegen und der errungenen Meisterschaft haben sie uns an der Seitenlinie angefeuert“, erzählte Schröder, der anschließend die Vizemeisterschaft seiner Mannschaft bejubeln durfte. „Mit diesem Saisonverlauf bin ich absolut zufrieden“, bilanzierte der scheidende Trainer. Die Trainer-Nachfolge beim Frauenteam wird ebenfalls aus der Mannschaft heraus geregelt. Melissa Hess und Katja Gerhards werden als Spielertrainerinnnen das Kommando in der kommenden Saison haben.
Und als alle vier Spiele vorüber waren, blieben die Etzbacher Volleyballerinnen und Volleyballer noch einige Stunden zusammen und feierten ihren Saisonabschluss – und vor allem die beiden Trainer – bis tief in die Nacht. Besser hätte man sich diesen Abschluss sicher nicht ausdenken können.
Für Etzbach spielten: A. Birkhölzer, J. Birkhölzer, Tjart, Fertikov, Hombach, Hess, K. Gerhards, J. Gerhards, Radermacher.